Wohnheim Belp

Ein Heim – viele Angebote

Ein Heim – viele Angebote

 

BELP Die Angebote im ehemaligen Spital Belp entsprechen den Nachfragen betagter und pflegebedürftiger Menschen aber auch derer Angehörigen.

 

Noch immer spricht die Bevölkerung vom „Gehörlosenheim“, wenn es das alte Spital Belp meint, obwohl es diese Exklusivität schon seit Jahren nicht mehr gibt. Das Wohnheim Belp beherbergt heute 60 Bewohnerinnen und Bewohner im AHV- und IV-Bereich. Im Alters- und Pflegebereich wohnen betagte, pflege- und betreuungsbedürftige Frauen und Männer fast ausschliesslich in Einerzimmern. Diese stationären Plätze sind ausgelastet, und die Nachfrage ist enorm gross. Das ändert sich auch nicht durch die Tatsache, dass alle Planungen und Empfehlungen darauf ausgerichtet sind, Bedürftige so lange als möglich zu Hause zu behalten und einen Heimeintritt hinauszuzögern oder gar zu verhindern. Bei solchen Aussagen sollte immer überprüft werden, wer diese zu welchem Zwecke gemacht hat.

 

Daheim ist es am schönsten

Wenn die Voraussetzungen zu Hause in Bezug auf Begleitung, Betreuung, Pflege und Infrastruktur gegeben sind, gibt es keinen Grund, einen Heimplatz in Anspruch zu nehmen. „Ich könnte schon noch für mich alleine schauen. Die Spitex hilft mir auch und kommt täglich. Aber ich vereinsame in meiner Wohnung, weil ich keine Besuche und keine Angehörige mehr habe, die in meiner Nähe wohnen.“ Diese Äusserung einer Bewohnerin zeigt auf, welche Bedürfnisse „zu Hause“ nicht befriedigt werden können, wenn das soziale Netz fehlt und die Mobilität so eingeschränkt ist, dass man nicht mehr unter die Leute gehen kann. Der Tag hat auch für diese Menschen 24 Stunden. Da ist der Besuch der Spitex von 30 Minuten kein Ersatz. Oft sind Depressionen bis hin zu Suizidgedanken die Folgen. Auf der Titelseite der Broschüre des  Wohnheimes Belp steht das Zitat von Christian Morgenstern: „Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird.“ Darum leben in der Heimgemeinschaft auch Menschen, welche nicht der Pflegebedürftigkeit sondern der Vereinsamung wegen und trotz finanzieller Einbussen der Institution einen Platz bekommen haben.

 

Entlastungspflege

Unbestritten bleibt aber der verständliche Wunsch, nicht - oder zumindest nicht für immer - in ein Heim eintreten zu müssen. Wo Angehörige Pflege und Betreuung übernehmen können und auch wollen, kann dies in Erfüllung gehen. Den Mehrgenerationenhaushalt und die kinderreichen Familien gibt es kaum mehr, und die heute geforderte Flexibilität in Bezug auf einen Wohnsitz verunmöglichen ebenfalls, je nach Beruf und Anstellung, die Betreuung und Pflege der Eltern. Dort, wo es aber noch möglich ist, kommen die Angehörigen oft an ihre Grenzen der Kräfte und des Machbaren. Für diese bietet das Wohnheim Hilfe und Entlastung an. Nebst der Aufnahme von Feriengästen gibt es dort auch Tages-, Nacht- und/oder Wochenendplätze im Angebot. Diesen Besuchern werden individuelle Begleitung und kompetente Pflege garantiert und ihren Angehörigen fachliche Beratungen und persönliche Gespräche angeboten.

 

Wohl und geborgen

Sinnvoll gestaltete Tagesstruktur, aktivierende Betreuung, familiäre Atmosphäre, ausgewogene Verpflegung, Ruhemöglichkeit und nicht zuletzt die einmalige Aussicht auf Belp sowie ins Aare- und Gürbetal sind die Parameter, welche Wohlbefinden und Geborgenheit ermöglichen. So kommt es nicht selten vor, dass nach einigen Aufenthalten Betroffene den Antrag für einen stationären Aufenthalt und damit auf einen Wechsel vom Besucher- zum Bewohnerstatus stellen. Das Gespenst vom „Heiminsassen“ gibt es plötzlich nicht mehr, und die Angehörigen wissen, dass Vater und/oder Mutter ein (Da-)Heim gefunden haben. Die Lebensqualität aller Beteiligten wird sich verbessern.

 

Mittagstisch

Wer sich mit dem Gedanken, der Möglichkeit oder gar mit der Notwendigkeit eines Heimeintrittes befasst, dem wird dringend empfohlen, das Wohnheim Belp zu besuchen, einmal am Offenen Mittagstisch teilzunehmen, die Räumlichkeiten zu betrachten und ein Gespräch mit der Bereichsleiterin, Rosmarie Hofstetter, zu führen. Ohne Druck und Verbindlichkeiten lässt es ich am besten über offene Fragen diskutieren. Vor und nach dem Mittagessen kann man selber einen Eindruck vom Tagesablauf und den Strukturen gewinnen, um danach zu wissen, dass man hier nicht abgestellt oder deponiert wird. Die Fröhlichkeit und das Lachen der Bewohner sind ein untrügliches Indiz für ihr Wohlsein. Max Pallenberg hat einmal gesagt: „Das Weinen ist dem Menschen angeboren, aber das Lachen will gelernt sein.“ Im Wohnheim Belp lernt man es wieder!

 

 

Wohnheim Belp

Seftigenstrasse 101

3123 Belp

www.wohnheimbelp.ch

031 812 98 98

 

Für Auskünfte steht Rosmarie Hofstetter, Bereichsleiterin AHV, zur Verfügung.